Twitter – Tipps für erfolgreiches Networking

Am 13. Februar gebe ich einen Impulsvortrag zum Thema „Twitter“ und zwar im Rahmen des monatlichen Meet-ups der Digital Media Women Bremen. Ich wurde von den digital affinen Frauen gebeten, aufgrund der Größe meines Accounts und meiner PR-Expertise, mein Know-How zum Thema Online-Kommunikation weiter zu geben. Viele Fragen kamen schon im Vorfeld auf: wer ist die Hauptzielgruppe, wie schreibe ich etwas zu einem hashtag, was ist ein hashtag, welche Inhalte sollte ich teilen, wie verhalte ich mich bei Erwähnungen, was sind die Gepflogenheiten und wem soll ich antworten?  Wie time ich einen Tweet, wie analysiere ich den Erfolg mittels Tools und Apps?

Das Zusammenspiel von Methoden, Communication-Skills, Persönlichkeit, wichtigem Content und gezielter Frequenz klingt erstmal furchtbar kompliziert. So steht man dann mit frischem neuem Account vor einer riesigen offenen, weltweiten Plattform, betrachtet ehrfürchtig hundertfach geteilte Tweets und versucht, sich seine Nische zu bauen. Nun bin ich weder ein Nerd noch besonders geduldig. Dennoch macht es mir unendlichen Spaß, Reichweite zu schaffen, zu vernetzen und auf den Punkt zu bringen, was ich sagen will. Ein Tweet kann buchstäblich um die Welt gehen, Revolutionen lostreten, ein Image kreieren oder zerstören – wenn man die richtigen Knöpfe drückt. Das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Faktoren bis zum gewünschten Endergebnis reizt mich seit jeher in vielerlei Hinsicht. Ich freue mich daher, viele Fragen beantworten zu können. Ohne Tools und Mechanismen wird man bei Twitter nur dann einen großen Followerstamm aufbauen können, wenn man bereits einen gewissen Grad an Prominenz durch andere Medien erlangt hat. Dann muss man auch nichts mühsam aufbauen, sondern eröffnet einen Account und die Leute strömen herein.

Über die Güte des Accounts sagen die Followerzahlen hingegen wenig. Welche Gepflogenheiten einen weiterbringen, was man besser bleiben lässt und wie Social Media richtig Spaß machen kann sind alles Themen, die ich dann gesondert in einem Workshop behandeln werde. An mir sollte man sich allerdings nicht unbedingt immer ein Beispiel nehmen – ich twittere selbst nicht mehr nach Lehrbuch!

Hier eine kleine Vorankündigung für meinen Impulsvortrag – viele Grüße und ich freue mich auf Euch!

Twitter – Tipps zum erfolgreichen Networking

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist eins der größten Social-Media-Netzwerke. Auf Twitter verbreiten sich Nachrichten in rasanter Geschwindigkeit – weltweit.

In meinem Impulsvortrag möchte ich wichtige Aspekte der Plattform vorstellen und anhand von Erfolgsstories zeigen, wie man mit Twitter die Bekanntheit für sich selbst und sein Unternehmen steigert. Der Schlüssel ist ein erfolgreiches, dynamisches Netzwerk. Ein solches aufbauen kann jeder mit wirksamer Strategie und der gezielten Anwendung diverser Tools und Methoden.

Die große Reichweite, gigantisches Netzwerkpotential und die Möglichkeit, eigenen Content effizient zu kommunizieren, machen Twitter zu einem mächtigen PR-Tool, das weltweit über 320 Millionen Menschen nutzen. Medienvertreter, Politiker und Prominente sind direkt ansprechbar und führen Diskussionen. Viele ehrenamtlich Engagierte, Künstler, Journalisten und Unternehmer nutzen Twitter als Sprachrohr für ihre Sache. Nicht selten greifen große Zeitungen oder das Fernsehen Tweets auf, die besonders oft geteilt wurden und verhelfen zur Bekanntheit.

Ich selbst habe mir bei Twitter ein größeres Netzwerk aufgebaut und möchte anderen die Hemmschwelle vor der großen weiten „Social-Media-Welt“ nehmen. Ich will zu individuellem Networking ermutigen, auf die Gepflogenheiten eingehen und nicht zuletzt: Spaß an Social-Media-Kommunikation vermitteln.

Wie stelle ich mich am besten dar und bekomme Follower, die mich weiterbringen? Welche Inhalte teile ich, wieviel Zeit muss ich investieren, wie bringe ich Dinge in 280 Zeichen auf den Punkt?

Auf diese und andere Punkte werde ich eingehen und zum Schluss natürlich Raum für individuelle Fragen lassen.

Aufgrund der vielen Aspekte, Tools und Nutzungsmöglichkeiten kann der Kurzvortrag nur einen kleinen Einblick in die Social-Media-Welt von Twitter geben.

In einem eintägigen Workshop vermittele ich Interessierten konkrete Strategien, um das Medium gezielt mittels Tools und Methoden nachhaltig zu nutzen – sei es für ein Unternehmen, zur Darstellung kreativer Inhalte oder als Turbo für eine Sache, die einem am Herzen liegt.

 

 

 

 

Der Wert von Verantwortung

Heute wird soviel über Unternehmenskultur und Kommunikation geschrieben, dass mir, wenn ich alle Blogartikel lese, schwindelig wird. Da der „Fisch vom Kopf her stinkt“ ist Leadership natürlich Thema Nummer eins. Natürlich gehört zu den Aufgaben eines Chefs auch, die Leute passformgerecht einzusetzen. Passformgerecht nach Potential und optimal passend für das Unternehmen. Würde dies geschehen, würden sich viele Probleme von selbst erledigen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute am zufriedensten sind, wenn sie ihre eigenen Aufgaben haben, am besten in Form von Projekten. Projekte, die sie von A bis Z verantworten, planen und begleiten. Warum? Ganz klar:

Es befriedigt zu sehen, der Arbeitserfolg ist gleichbedeutend mit dem persönlichen Erfolg und hängt von der selbständig erbrachten Leistung ab.

Im Zeitalter der Industrialisierung war das Hauptproblem die Entfremdung der Arbeitskräfte von ihrer Arbeit, worum sich die Kritik von Karl Marx am Kapitalimus rankte.

Arbeiter verdienten ihren geringen Lebensunterhalt, in dem sie Schräubchen in eine Maschine einfügten, zu der sie keinen Bezug hatten.

Ihre Welt waren die Schräubchen, am Fließband in hartem körperlichen Einsatz gefertigt – Erfolgserlebnisse über die Entstehung der fertigen Maschine, ihrem Nutzen für die Menschheit und Wirtschaft waren ausgeschlossen. Um die Familie zu ernähren, betraten die Arbeiter aber täglich das gehasste Hamsterrad, schraubten Schrauben und hofften auf den Feierabend – und ihren kleinen Lohn, um Brot für sich und ihre Kinder zu kaufen.

Längst veraltet, denn nun sind wir im modernen Zeitalter der Digitalisierung. Hierarchien werden flacher, verlieren an Bedeutung und der Mitarbeiter wird am Unternehmenserfolg und dem Ergebnis seiner Leistungen beteiligt. Alle sind oder werden zufrieden sein. Denkt man. Manches hat sich aber in vielen Unternehmen nicht geändert. Gerade in der Verwaltung sind die Zustände haarsträubend. Menschen werden dazu erzogen, auszuführen, ohne mitzudenken. Denn täten sie dies, würde ihnen vieles sinnlos vorkommen. Inklusive ihrer eigenen Arbeitsleistung. Worauf sie stolz sind, ihre Talente und Fähigkeiten, gehen unter in einer Maschinerie des Kapitalismus. Weil es niemanden interessiert, was sie eigentlich können. Und was sie bewegen könnten, wenn man sie ließe. Warum auch? Viele Führungskräfte fahren besser damit, alles weiterlaufen zu lassen, wie es ist, um zu ihrem Profit und ihrer eigenen Karriere zu gelangen. Manche Angestellte sind damit zufrieden, aber haben doch unterschwellig das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. Selbstverwirklichung im Beruf, gerade auch, um das eigene Unternehmen voranzubringen, ist oft nach wie vor ein Luxusgut.

Eigenverantwortung im Job heißt nicht, für Führungskräfte die Kohlen aus dem Feuer zu holen!

Vorgesetzte, die es sich möglichst bequem machen wollen, schieben die Verantwortung gern ehrgeizigen Mitarbeitern zu. Nach dem Motto „Sie sind doch so gut in diesem und jenem, könnten Sie nicht vielleicht …“ Ohne entsprechende Bezahlung und ehrlicher Anerkennung für Extraleistungen werden sich aber nur Menschen mit angeborener Opferhaltung dazu verdonnern lassen, dem Chef den Lorbeerkranz zu retten. Wenn ich aber für das Gesamtergebnis verantwortlich bin, kann ich das Schräubchen bis zu seiner Arbeit in der Maschine begleiten. Schritt für Schritt. Am Ende bekomme ich dann auch den Lohn. Einerseits habe ich etwas sinnvolles getan, andererseits bekomme ich die Anerkennung. Organisieren heißt für mich, den Hut auch für das Gesamtwerk auf zu haben. Dann ist die Sinnstiftung gegeben.  Mein dringender Rat an Führungskräfte ist daher: gebt Mitarbeitern mehr Verantwortung!

Sinnstiftung ist keine Worthülse. Sondern das Ergebnis eigenverantwortlicher Arbeit.

 

Positives Denken: die Silbertablett- Theorie

 

Eigentlich wollte ich ja etwas schreiben über Mitarbeitermotivation oder Netzwerken – meine eigenen Gedanken, an Dinge, die mir persönlich näherliegen, sind mir dabei jedoch im Weg. Es gibt in jedem Leben Baustellen unterschiedlichster Art, und es gibt ebenso viele Wege, diesen zu begegnen. Und für mich fehlt gerade der Weg, die Strategie, um die großen Wünsche und Ziele aus eigener Kraft und Planung zu erreichen. Ich habe mich also bei meinen aktuellen Baustellen wieder erinnert, wie ich früher an Dinge herangegangen bin. Ich bin Genussmensch durch und durch und habe eine Vorliebe für Effizienz – was für mich nichts anderes heißt als einfache Wege. Nicht, weil ich ein Genie bin, sondern weil ich faul bin.

Zu faul, um mir das Leben schwer zu machen. Es gab eine dunkle Phase in meinem Leben, in der ich versucht habe, es anderen rechtzumachen. Es war der Beginn meines Berufslebens und damit einer Odyssee. Ich wollte „Karriere“ machen und andere zufriedenstellen um mein Ziel zu erreichen. Weil ich dachte, das muss so. Machten alle anderen ja auch. Diesen Gedanken prügelte ich mir pflichtbewusst ein, bis ich ihn halbwegs selber glaubte. So quälte ich mich ab, nach Kriterien anderer zu funktionieren und meine -kreative, analytische, spontane- Persönlichkeit zu unterdrücken, mich grau anzumalen und die jeweilige Sprungrichtung zu erfühlen, die Brötchengeber gerade wollten. Meist, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei hörte ich jedoch nie auf, mir meine eignen Gedanken zu machen und, wenn nötig, für meine Weiterbildung zu sorgen. Mein Pech? Heute denke ich: mein Glück. Denn tiefstapeln ist auf Dauer anstrengender als jede Challenge. Und es gibt heute immer mehr Vorgesetzte, die bereit sind, sich weiterzuentwickeln und ihren Führungsstil der Zeit – und vor allem den Menschen- anzupassen. Leadership ist das Thema der Zukunft – denn das Schicksal eines Unternehmens liegt nun mal in der Hand der Führungskräfte.

Doch nun zurück ins Jetzt und zum Thema:

Als Studentin sah ich die Welt mit anderen Augen: Ich wollte z.B. immer praxisnah studieren, wollte interessante Praktika und nicht in einer theoretischen Scheinwelt versinken. Also stellte ich mir zu Beginn des Hauptstudiums vor, wie eine glückliche und erfolgreiche Zeit in gelungenem Mix zwischen Theorie und Praxis, Freunden und Reisen funktionieren konnte – ich schrieb alles auf und hängte es an die Pinnwand. So einfach. Prompt kamen die spannenden Studentenjobs und Praktika auf ulkigstem Wege zu mir- dazu die Freunde, die ich wollte und alles andere auch.

Ich musste mir nie Sorgen machen, solange ich wusste, was ich wollte.

Die Buddhisten, bei denen ich zwar kein aktives Mitglied bin, aber die Mahayana-Buddhisten in Bremen gut kenne und immer wieder mal sehr gern die Meditationen besuche, haben den Glauben, den ich weitgehend teile. Sie glauben an den untrennbaren Zusammenhang von Ursache und Wirkung.

Haben wir alle schon mal gehört, im Sinne von „Wie es in den Wald hineinruft, so ruft es zurück“. Nun denken die meisten bei diesem Sprichwort an die Stimme des Vaters oder der Mutter, die uns ermahnten, stets höflich und freundlich zu sein. Konventionen der Gesellschaft zu beachten, um selbst akzeptiert und respektiert zu werden.  Das Ursachen-Setzen für unsere Realität beginnt jedoch ganz woanders- nämlich im Kopf.

Das „Mindset“, also die Geisteshaltung ist das, woran wir arbeiten müssen, wollen wir Resultate im Außen sehen. Da geht es um viel mehr als positives Denken – es geht um Visualisierung als Grundlage für Manifestationen.

Nur, was wir uns wirklich vorstellen können, wird wahr.

Was wir vor unserem inneren Auge sehen, wird vor unserer Brille oder Kontaktlinse auftauchen. Sicher und unfehlbar, wenn wir das Gefühl verinnerlichen, das wir haben, wenn wir uns das Ergebnis vorstellen.

Wenn das Bild dazu klar und stark und lebendig genug ist. Legen wir dann auch noch das passende Gefühl hinein, kann das Universum nicht widerstehen, uns das zu liefern, was wir uns ausgemalt haben. In NLP – Seminaren wird genau das gelehrt und die Sprache als Wegweiser für Gedanken und Beeinflussung unseres Unterbewusstseins benutzt.

Das funktioniert, soweit ich es ausprobiert habe, ganz gut. Aber bei mir klappte das Manifestieren auch ohne diese Techniken. Als ich es noch für selbstverständlich hielt, dass meine Wünsche wahr werden. Und dankbar war für mein Leben und alles, was ich hatte.

Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück.

Das Gesetz des Universums ist einfach – und um es erfolgreich für uns anzuwenden, müssen wir uns auf diese Einfachheit wieder besinnen.

Wer sich in Sorgen, Hass und Ängsten verliert, wird mehr davon bekommen. Wer dankbar ist, badet im Glück und vermehrt es. So einfach es klingt, so einfach ist es auch.

Bei vielem was NLP-Trainer lehren, denke ich an Buddha, für den ganz selbstverständlich war: „Wir sind, was wir denken.“ Das gilt auch für alles in unserem Leben – sei es Beruf, Geld, Beziehungen jeder Art und zu allererst für unsere Stimmung.

Solange unser Wille klar ist, wir uns nicht über den Weg den Kopf zerbrechen – was mir früher auch viel zu kompliziert gewesen wäre- bekommen wir das Ergebnis auf dem Silbertablett.

Hier meine Silbertablett – Theorie

Ich gehe davon aus, dass es im Leben jedes einzelnen ein Silbertablett gibt.

Wenn du im Restaurant bist, sind deine Wünsche zwar meist limitiert und auf die Speisekarte beschränkt – da ist das Universum deutlich großzügiger, es kennt kein Limit- kannst aber innerhalb des Menüs frei auswählen. Nachdem du das getan hast, kommt der Service, nimmt die Bestellung auf und bringt dir dein Gericht.

Das Silbertablett hat der Service – das Essen bekommst Du. Du sitzt an deinem Tisch, weißt, nach der Bestellung musst du dich um nichts mehr kümmern und schaltest diesbezüglich ab. Vielleicht hast du eine Vorstellung von dem Essen, wie es aussieht, riecht, schmeckt. Vielleicht aber auch nicht. Und womöglich ist es ganz anders als du dachtest – im besten Falle wirst du positiv überrascht sein, im schlimmsten Fall bist du enttäuscht. Aber du hast keinen Einfluss auf das Ergebnis, was nach der Bestellung kommt.

Nun stelle dir einmal vor, du würdest, nachdem du bestellt hast und der Ober weggeht, ihm hinterherlaufen, mit in die Küche traben, dir irgendein Essen selbst kochen und ihm am Ende noch das Tablett aus der Hand nehmen und es dir selbst an deinen Platz bringen. Verrückt, oder? Das erscheint allen unfassbar.

Wenn wir aber etwas beim Universum bestellen, vertrauen wir in der Regel nicht darauf, wie im Restaurant, dass wir etwas bekommen, geschweige denn das, was wir gern hätten. Weil wir nicht dafür bezahlen/ nichts dafür tun können, ja nicht mal einen Kellner haben, den wir zur Not ermahnen könnten. Wir wollen den Weg planen und alle Schritte kontrollieren. Das Universum lässt sich aber, anders als vielleicht doch mal ein Kellner, das Tablett nicht aus der Hand nehmen. Wir werden, wenn wir es dennoch tun, zwar irgendwas bekommen, aber nicht passformgerecht das, was wir bestellt haben. Nicht den Traumpartner, nicht den Traumjob, nicht das Glück oder den richtigen Wohnort. No way.

Also untätig warten? Jein. Wenn wir uns im Kopf und im Gefühl genau das vorstellen, was wir wirklich wollen, dann erst schicken wir die Bestellung los. Dann kann das Universum etwas für uns tun, vorher nicht. Klar, oder?

Zurück im Restaurant: wenn wir den Ober anstammeln „ich hätte gern was Deftiges“ oder „heute mal was so richtig lecker schmeckt. Spaghetti.“ Mhm…klar, dass wir nichts bekommen. Der Ober würde uns nicht irgendwas servieren sondern drauf bestehen, dass es bestimmte Spaghetti aus der Karte sind. Dann hätte er eine Vorstellung und könnte liefern.

NLP-Trainer reden auch von „bestellen“, weil sie wissen, wie es geht. Die Buddhisten machen es so: sie schreiben sich ihre Wünsche auf, denken sie sich oder sprechen sie am besten aus. Dann chanten wir ein Mantra, in dem wir Energien des Universums aktivieren. Das klingt ungeheuer esoterisch – aber es ist ganz einfach.

Ich sage euch mal ein Beispiel: als eine Freundin mir vor Jahren vom Buddhismus erzählte und meinte, es wirkt, belächelte ich sie natürlich. Ich kürze das ganze ab; ich hatte keine Schriftrolle, vor der man normalerweise sitzt und chantet; es würde aber auch vor einer leeren Wand gehen, wenn man sich einen Punkt sucht und darauf fokussiert. Ich so: „okay, warum nicht 5 Minuten mal ausprobieren.“ Kannte nur das kurze Mantra und meinen Wunsch: ich wollte in Bremen Events organisieren, was ich schon per Praktikum in Hamburg und Ganderkesee machen konnte und liebte es, mein Talent auszuleben: das Inszenieren. Aber ich hatte KEINE Ahnung, wie ich das in Bremen schaffen sollte, diese Studentenjobs gab es so nicht und ich war ratlos. Beste Voraussetzungen: ich konnte den Weg nicht planen, er war zu diffus. Unvorstellbar.

Die NLP’ler „baden im Ergebnis“, was auch funktioniert, die Buddhisten chanten.

Also setzte ich mich zu Hause aufs Sofa, starrte auf einen Punkt an der Wand und chantete das Mantra, nachdem ich meinen Wunsch laut ausgesprochen habe. 5 Minuten in etwa. Es vergingen genau zwei Tage, dann war ich wieder bei meiner Freundin auf einer buddhistischen Versammlung – klingt steif und religiös, war es aber nie, sonst hätte ich als Freigeist dort keine Zeit verbracht. Und nach einer kurzen Meditation saßen wir gemütlich zusammen und quatschten.

Eine junge Frau war dort, die laut klagte: sie mache eine Ausbildung zur Werbekauffrau und daher hat ihr ein Bekannter aufgedrückt, eine Firmenpräsentation für einen großen IT-Verband in Bremen zu organisieren. Und sie kann und will das nicht machen. Hat keine Ahnung von Events. Ohweh, was soll sie nur tun…?

Haha! – nun kam ich: „Hallo, ich kann und will das!“ Dankbar gab sie mir die Telefonnummer, das Treffen war sehr nett und unkompliziert und ich organisierte die Firmenpräsentation im „Universum“, dem damals brandneuen Bremer Science Center mit namhaften Unternehmen.

Drei Monate lang war ich beschäftigt und hatte viel Spaß. Es war klasse. Es klappte prompt. Und nicht nur dies eine Mal. Das zweite Mal, dass ich chantete, wünschte ich mir, trotz großem Freundeskreis, wieder einen besten Freund. Platonisch – nur Freund. Mit meinem schwulen Freund, der mich drei Jahre lang begleitet hatte, hatte ich leider keinen Kontakt mehr, aber ein männlicher Kumpan fehlte mir einfach. Nun chantete ich wieder 5 Minuten, wünschte mir genau das und fühlte meine Gedanken abdriften, denn beim Meditieren denkt man dann bewusst an alles Mögliche und vergisst den Wunsch wieder. Und das macht ihn letztendlich wahr. Am Abend, ein paar Stunden später, klingelte das Telefon.

Es war der Exfreund meiner Freundin, den ich bislang zweimal gesehen hatte. Oberflächlich, fand ihn aber sympathisch. Ob ich denn singen würde, meine Freundin hatte ihm erzählt, ich würde singen und er suche eine Sängerin für seine Band. Das erstaunte mich total, hatte wohl mal erwähnt, ich singe gern. Nun ja, klar, aber schief und schräg. Also lehnte ich dankend ab. Aber wir könnten ja mal ins „Shagall“ gehen, eine coole Bremer Disco, meinte er dann und ich fühlte mich wohl bei dem Gespräch. Ich so: „klar gerne!“ Und am selben Abend gingen wir tanzen und unterhielten uns den gesamten Abend prächtig ohne Anbaggern. Um 7.00 morgens waren wir zurück. Ich hatte meinen neuen Kumpel gefunden.

Hätte ich NLP gekannt, hätte ich mir alles visualisiert, aber so war es damals besser. Heute bin ich fast zu faul zum Meditieren – ich bade lieber in Ergebnissen. Aber das Chanten hilft direkt, den Weg ins Ziel zu vernebeln.

Fazit der Theorie:

Nimm dem Universum nicht sein Silbertablett weg!

Natürlich musste ich auch noch etwas tun, um mein Ziel zu erreichen: bei der Eventsache den Verantwortlichen anrufen, mich mit ihm treffen und kurz reden. Aber das kam ja wie auf Flügeln. Was vorher unmöglich schien -meine Lieblingstätigkeit in meiner Lieblingsstadt auszuüben- ging absolut beschwingt. Weil ich nichts steuern wollte und wie der Narr aus einer guten Stimmung heraus unvoreingenommen einfach wünschte.

Natürlich ist es richtig, Schritte zu tun, aber erst, wenn wir eine klare Vorstellung von dem haben, was wir wollen und uns so fühlen, als hätten wir es schon. Den Partner, das Haus, den Erfolg, die Gesundheit, die Traumfigur.

Das Bestellen ist das Wichtigste!

Dann kommen wir in die Energie, tun das Richtige und es fällt leicht.

Denn es gibt ja das Silbertablett, das immer einer trägt – überlassen wir es dem Universum, dürfen wir uns blind vor-freuen, genauso wie im Restaurant. Wollen wir aber selbst nach der Bestellung in die Küche und das Essen kochen, wirft uns das Universum das Tablett wieder entgegen. Also schuften wir, stöhnen und ächzen und wundern uns, wenn nichts dabei herauskommt.

Nun bin ich mit dem Universum nicht per Du, denke aber, dass es den Kräften wenig Mühe macht, uns per Silbertablett unsere Wünsche zu liefern.

Also, was heißt „positives Denken“? Es bedeutet, zu vertrauen. Wünschen und uns das im Laufe des Lebens verlorengegangene Vertrauen wiederzuerobern. Und dann sehen wir, wie alles von alleine wahr wird bzw. das Leben uns auch die Schritte dahin auf einem Silbertablett liefert.

Ich hoffe, ich konnte meine Gedanken zum „positiven Denken“ klarmachen. Fühlt, wünscht, hofft, träumt – und vertraut dann dem Universum, dass es wahr wird. Die Schritte dorthin werden wie auf Flügeln passieren – Träume, und du fliegst in dein Ziel.

Was ist gute Führung ?

Was macht ein guter Chef? Braucht es in der heutigen Zeit noch Führung?

Das sind spannende Fragen, die mir Britta Redmann, Arbeitsrechtlerin und Digitalisierungscoach gestellt hat. Digital leadership ist eines der Kernthemen der heutigen Arbeitswelt. Britta Redmann berät als Anwältin Unternehmen zu Arbeitsrecht, insbesondere zu den Theman Agilität, Digitalisierung und Organisationsveränderung. Zudem schrieb sie ein Buch über rechtliche Aspekte des agilen Arbeitens im Unternehmen. Zum Originalinterview geht es hier: https://brittaredmann.blogspot.de/2018/03/und-was-bitte-ist-gute-fuhrung-eine.html

Ich freue mich sehr, meine Ansichten zu diesem aktuellen Thema ausdrücken zu können und wünsche meinen Leserinnen und Lesern viel Spaß!

 

  Und was bitte ist gute Führung für Dich?
 
Auf jeden Fall ein spannendes und aktuelles Thema. Das zeigten z.B. auch die Reaktionen auf meine kürzlich durchgeführte Twitter-Umfrage. 
Vielleicht sollte ich damit anfangen, was in den Augen vieler Leute schlechte Führung ist. Ich fragte also auf Twitter nach persönlichen, negativen Erfahrungen mit Horror-Archetypen von Chefs. Die Beteiligung war sehr lebendig – manche beschrieben direkt ein Klima der Angst, das in ihrer Firma herrscht, ausgelöst durch Intrigen und gezieltes Bossing (Mobbing seitens Vorgesetzter). Es gab kaum jemanden, der nicht schon mal schlechte Erfahrungen mit cholerischen, hinterhältigen, desinteressierten oder kontrollierenden Chefs gemacht hat. Zu spüren war Wut und auch Hilflosigkeit, Angst seitens der Arbeitnehmer.   
 
Eine weitere Umfrage, was sich die Menschen seitens der Führungskräfte denn wünschen, hob eine Eigenschaft ganz in den Vordergrund, auf die es in erster Linie ankommt: Empathie.  
 

 

Empathie – ein elementarer Beziehungsanker
  
Die Fähigkeit sich in andere einzufühlen und angemessen auf Emotionen zu reagieren ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Führung. Ein guter Chef interessiert sich für seine Mitarbeiter und ihre Potentiale, fachlich wie persönlich.  

Empathie bedeutet auch zu verstehen, dass wir alle nicht nur chronisch motiviert und wissbegierig, sondern auch Gewohnheitstiere sind. Sich immer wieder einzuhämmern, „Juchuhh, alles was neu ist, ist toll!“ hilft da nun mal nicht. Ich bin auch von vielem was neu ist – wenn es besser als das Alte ist- begeistert; ich habe aber auch Momente, wo ich mich zurückziehen will und einfach nur Ruhe haben möchte. Dazu gehören auch feste, verlässliche Strukturen. Veränderungsprozesse zehren an den Kräften. Wenn man diese im Unternehmen durchführt, muss man jeden Einzelnen mitnehmen und motivieren. Dazu muss man den Kraftaufwand in positive Energie umwandeln und vorleben, dass Neues etwas Gutes sein kann.  
 
Mitarbeiter brauchen für ihre Entwicklung ein Fundament: ein sicheres Umfeld im Sinne von „es droht keine Kündigung“, „hier bin ich willkommen mit meinem Wesen und mit meinen Ideen“, „hier kann ich mich einbringen“. Ein guter Chef schwebt nicht stets im Helikopter über seinem Team. In den steigt er nur, wenn er einen Gesamteindruck benötigt. Der unerreichbare Herrscher im Elfenbeinturm wird als Mensch nicht wahrgenommen; ein guter Chef ist für mich Teil des Teams, der sich als Person mit einbringt, Nähe schafft und eine Vertrauenskultur aufbaut. Der „Chef zum Anfassen“ wird eher respektiert als der distanzierte Kaiser auf dem hohen Ross.

Gleichzeitig sollte meiner Meinung nach eine gute Führungskraft delegieren und loslassen können. Kontrollfreaks erzeugen ein Klima der Angst, der Mitarbeiter versteift und macht gerade deshalb Fehler. Delegieren bedeutet, Aufgaben abgeben können und trotzdem den Überblick behalten. Aber nicht, in dem man ständig auf die Finger sieht. 


Empathie, Authentizität und Menschlichkeit sind Qualitäten, die jede Führungskraft mitbringen sollte.  
 
 
  Was würdest du tun, wenn Du Chefin wärst?  
 
Das Thema leadership fasziniert mich, weil es ein Schlüssel ist, das Arbeitsleben zu gestalten, ebenso wie die Digitalisierung.
Ich glaube, ich würde jedoch nicht viel anders machen, als ich es bereits getan habe. Derzeit bin ich als freiberufliche Texterin alleine tätig – ohne Freelancer. Im Laufe meines Berufslebens, sei es während meiner Agenturzeit oder als Angestellte, hatte ich mit Assistenten und Praktikanten zu tun. In der Agentur habe ich sehr gern und erfolgreich mit Freelancern gearbeitet.  
 
 Fachkompetenz kann man sich aneignen – eine neue Persönlichkeit nicht
 
Hätte ich ein Team, würde ich immer darauf achten, dass die Leute gut zusammen harmonieren, dass sie vor allem bereit sind, sich aufeinander einzustellen und zusammenzuarbeiten. Wer andere Persönlichkeiten respektiert, eine hohe Sozialkompetenz besitzt und interkulturelles Verständnis hat, ist als Mitarbeiter attraktiv. Fachwissen ist Voraussetzung, jedoch muss man sehen, welche Dinge man noch dazu erlernen kann- Fachkompetenz kann man sich aneignen, eine neue Persönlichkeit nicht. 

Je nach Projekt habe ich mir immer die passenden Grafiker und IT-Spezialisten herausgesucht. Mein Ziel war dabei, die an mich gestellten Anforderungen der Kunden besonders gut zu erfüllen – einen Grafiker, der im Graffiti-Stil malt, kann ich nicht für einen nüchternen Kunden aus der IT gebrauchen. Am wichtigsten war mir aber die Persönlichkeit, Ehrlichkeit und natürlich persönliche Sympathie standen ganz weit vorne. 
 
 
Diese Flexibilität ist heute unerlässlich  
 
Teams habe ich immer projektbezogen zusammengestellt – wäre ich Führungskraft in einem größeren Unternehmen, wäre diese Koordination erst recht notwendig. Potentiale erkennen und optimal einsetzen bringt die gewünschten Ergebnisse. Man sollte immer schauen, mit wem man wie die jeweiligen Aufgaben am besten erfüllt. Und wer weiß, wo sich noch Potentiale verstecken: Vielleicht hat die Schreibkraft aus der Datenverarbeitung ja Auslandserfahrung und Sprachkenntnisse und kann so bei internationalen Projekten unterstützen.  

Bei der Auswahl von Leuten bin ich immer auch sehr nach Intuition gegangen. Vor allem waren mir der Wille und die Fähigkeit wichtig, schnell und präzise auf neue Anfragen zu reagieren; ich wusste ja nie vorher, wann welcher Auftrag eingehen würde. Ein Grafiker arbeitete z.B. gleichzeitig in einer Druckerei, so konnte ich sichergehen, dass das Endprodukt stimmen würde. Was mich aber am meisten beeindruckte, war seine schnelle und präzise Arbeit – ich erklärte ihm den Bedarf und er hatte meist gute Ideen dazu – klar, wäre ich selbst Grafikerin, hätte ich ihn ja nicht gebraucht.  
 
 
Man muss den Leuten die Chance geben, ihre Kompetenzen einzubringen, sie ernstnehmen und respektieren. Kein fähiger Mitarbeiter wird lange bleiben -Freelancer schon dreimal nicht- wenn er sich missachtet und gegängelt fühlt. Gleichzeitig hatte ich immer das Ziel vor Augen, wohin es gehen sollte und diese Richtung klar vorgegeben, damit der Kunde auch wiederkommt.  
 
 
Welche Bedeutung hat Führung in der heutigen Zeit? Braucht es das zukünftig noch aus Deiner Sicht?  
 
Definitiv ja. Aber völlig anders als noch vor ein paar Jahrzehnten.
 Wir leben in einer Zeit, in der viel mehr Gewohnheiten wegbrechen als noch vor 20,30 Jahren denkbar. Die Familie mit dem Mann als klassischem Versorger gibt es immer weniger. Umstrukturierungen im Beruf sind an der Tagesordnung und auch die klassische Festanstellung in einer Firma von der Ausbildung bis zur Rente ist quasi vorbei. Lebensläufe werden bunter, ein Jobwechsel ist oft kein Manko mehr, sondern Teil einer Karriere.    
 
 
Digitale Möglichkeiten zur Verbesserung der Kommunikation und des Zusammenwirkens im Unternehmen werden derzeit rege diskutiert – das Thema „leadership“ erfreut sich im digitalen Zeitalter einer ganz neuen Relevanz.    
 
Warum eigentlich eine neue Führungskultur?  Vielleicht weil Veränderungen den Menschen mehr verunsichern als alles andere? Weil sich die Ansprüche der Menschen gewandelt haben? Weil alte Muster im Beruf nicht mehr funktionieren?   
 
Sicher sind das Faktoren. Wer heute Chef ist und nicht führen kann, wird kaum noch bequem von Organisationen getragen, sondern sieht sich äußeren Anforderungen allein nicht mehr gewachsen. Ein „selbstverständliches Funktionieren“ gibt es nicht mehr, weil auch draußen die Säulen wackeln und rütteln und Neues entsteht, wieder umgeworfen wird und die Verwirrung in den Köpfen der Menschen das größte Problem darstellt. Jemand muss den Überblick haben und führen – und vor allem den Mut und die Durchsetzungskraft haben, Entscheidungen zu treffen. Transparent und sozial.  
 

 
 
Digitalisierung ist kein Wundermittel – ohne menschliche Qualitäten funktioniert sie nicht  
 
Die Zukunft der Arbeit ist eine Mischung aus analog und digital – digitale Kommunikation erleichtert die konstante Nähe zum Mitarbeiter – dies darf jedoch nicht ausarten in Kontrolle. Auch die Gefahr der Entgrenzung von Freizeit und Arbeit besteht.   

Als Angestellte im virtuellen Home-Office – virtuelle Telefonnummer, Headset, Skype – habe ich es tatsächlich schon mal erlebt, dass mich der Chef eines kleinen Start-ups per Skype minütlich überwacht hat. Nach jeder Email, die ich schrieb, poppte dieses elende Fenster auf und es kamen fiese Kommentare und Kritik… seitenlang! In der Zeit hätte er dreimal alles selbst machen können. Am Ende fühlte ich mich im „Home-Office“, also in den eigenen vier Wänden verfolgt und traute mich kaum noch, eine Email zu schreiben. Sowas Gruseliges hatte ich noch in keinem Büro erlebt. Das ist nun ein Beispiel, wie auch virtuelle Teams ohne menschliche Qualitäten zwangsläufig scheitern.

Weiterbildung und lebenslanges Lernen sind notwendig, um mit Entwicklungen Schritt halten zu können. Agilität, die Flexibilisierung von Arbeitsort und -zeit ist in aller Munde, weil die Menschen erwarten, dass sich Arbeit – nicht nur der Konsum – ihren Lebensumständen anpasst. Dazu sind aber auf beiden Seiten Flexibilität und Disziplin gleichsam notwendig. Im Home-Office muss man sich auch Regeln setzen und nicht ständig ablenken lassen. Führungskräfte sollten Arbeitsplätze individuell gestaltbar machen.  
   
Es gibt vor allem keine Pauschalrezepte. Die Möglichkeit, zumindest zweitweise zu Hause zu arbeiten und der Wunsch nach Gleitzeit sind sehr verbreitet. Dies zeigten auch weitere Umfragen und eine großangelegte Frauenstudie der Friedrich-Ebert- Stiftung: Freie Zeiteinteilung und flexible Arbeitsorte stehen ganz oben auf der Wunschliste.  
Die Digitalisierung wird oftmals noch eher als Problem denn als Chance gesehen. Bei Menschen, die „analog aufgewachsen“ sind, schwingt zudem immer die Sorge mit, bei Neuem nicht mithalten zu können und auf die eine oder andere Weise ersetzt zu werden. Weiterbildung, Aufklärung und das Schaffen einer äußeren und emotionalen Sicherheit ist mehr denn je Aufgabe der Führungsriege. Gleichzeitig fordert eine junge Generation von „Digital Natives“, dass ihr Bedürfnis nach schnellem und ständigem Dazulernen gefördert und genährt wird.   
 
 
Die Ansprüche an leadership sind hoch und auch Führungskräfte brauchen Anerkennung
 
Komplexität begegnen, indem man Prozesse optimiert, Menschen fördert und optimal miteinbezieht, dazu positiv denken und handeln – das sehe ich als die aktuellen Aufgaben an leadership. Das ist nicht immer leicht – nicht umsonst sind diese Posten längst nicht mehr so begehrt; die Bezahlung ist oft nicht viel besser, dafür steigen der Arbeitsumfang und die Verantwortung. Loyalität und Wertschätzung können gelebt werden, indem man sie verkörpert.
 
 
Mein Fazit:
Führen muss man wollen. Nicht aus Geld- oder Prestigegründen, sondern um aktiv zu gestalten und Einfluss zu nehmen. Dann liegt man richtig.  

Sind wir selbstlos? Von Givern und von Egoisten

Was macht einen Menschen wirklich selbstlos? Sind wir das? Sollten wir das sein?

Meiner Erfahrung nach gibt es im Wesentlichen drei Gruppen. Ich nenne sie die „Giver“, die „Fairen“ und die „Egoisten“- von denen ich wiederum zwei Sorten näher skizziere.

Wichtig dabei ist zu erkennen, dass wir alle mal in diese, mal in jene Rolle geraten. Es gibt, wie überall im Leben, nicht nur schwarz und weiß. Sich dies bewusst zu machen ist wichtig – mit dem Finger auf andere zeigen kann schließlich jeder.

Die „Giver“ – selbstlose Geber

Jene, die nur dein Bestes wollen– ihnen reicht die „gute Tat“, bzw. das Ergebnis davon. Dann partizipieren sie direkt oder indirekt an deinem Glück. Aber sie gehen dabei auch das Risiko ein, dass dieses niemals eintrifft, dass sich der Kontakt auflöst, du ihre Tat nicht würdigst oder nicht einmal beachtest.

Und dass ihr Einsatz dabei ganz umsonst war. Auch dann bereuen sie aber nicht, Dir geholfen zu haben. Es sei denn vielleicht, du kränkst sie in irgendeiner Weise. Aber jemandem ohne nach rechts und links zu schauen beizustehen, erfordert schon einiges an Kraft- so leicht kränkbar sind diese Menschen nicht. Sie planen die Enttäuschung bereits mit ein, das zeugt von Stärke. Aber sie sind auch nicht enttäuscht, nur weil kein Dank kommt.

Ich bin auch mitunter ein „Giver“: So rette ich z.B. einen Schmetterling. Oder helfe einem weinenden Kind im Baumarkt, den Papa wiederzufinden. Es macht Vorfreude, behutsam am Fenster ein Glas über den wild flatternden Schmetterling zu stülpen, der zur Straßenseite raus will wo keine Bäume sind, ihn zwei Stockwerke hoch in die Wohnung zu tragen und dann aus dem Glas zur Baumseite flattern zu lassen. Dafür gibt es nichts. Keine Lobeshymnen, nicht mal eine Amsel, die Applaus zwitschert.  Aber ich freue mir ein Bein ab, wenn er dann unversehrt ins Grüne fliegt. Weil ich mich dann gerade mit ihm identifiziere. Und gern mitfliegen würde. Oder ihm einfach gönne, wenn er froh ist.

Der Papa im Baumarkt bedankt sich zwar bei mir, wenn ich mit seinem Kind am Schalter warte wo er ausgerufen wird, aber das ist kein Lohn, der mir was bedeutet; das Kind, glückselig und beruhigt, das mich gar nicht mehr beachtet sobald es den heißersehnten Papa erblickt, das ist meine Belohnung. Weil ich ein Gefühl für das kleine, kurzzeitig verlorene Wesen entwickelt habe, wenn auch nur für einen Moment, und mein einziges Ziel war, das Kind in Sicherheit zu wissen. Das macht mich nicht zum guten Menschen, das würde jeder tun. Aber ich denke in dem Moment nicht an mich. Ich tue etwas mit Freude. Das genügt.

Die Fairen – wer gibt darf auch nehmen

Dann gibt es die, die an ihren eigenen Vorteil denken, aber deinen mit im Blick haben. Das sind, so denke ich, die meisten. Man unterstützt Menschen, die man mag, ohnehin automatisch. Sei es durch Zuhören, Bestärken, Mut machen, Ideen geben oder trösten. Das geschieht intuitiv. Wenn man weiß, der andere würde für einen dasselbe tun.

Dank kann direkt oder indirekt zum Ausdruck kommen. Der wohlwollende Kontakt zu jemandem reicht oft schon aus, um ein Gefühl der Harmonie hervorzurufen. Auf dieselbe Weise, wie der andere das möchte. Man unterstützt Partner wie auch Freunde und Kollegen.

Meist handelt es sich irgendwie um ein Geben und Nehmen. Gibt einer nichts -mehr- zurück, so hört der andere auch irgendwann damit auf.

Oft ist dies im Job der Fall: jeder kennt die nette Kollegin, für die man mal gern die Telefonate annimmt, wenn sie in Urlaub ist oder ein paar ihrer Mails beantwortet, wenn sie Liebeskummer hat oder einen Schnupfen. Das ist die Kollegin, die einem Tee bringt, wenn man nervös ist oder eine Stunde länger bleibt, wenn man einen Termin hat. Da stehen die guten Taten nicht sofort unter Beweis, wer wem jetzt gerade was wohl schuldet- man erlebt ein Gefühl der Sicherheit, zu wissen, bei kleineren Nöten wird eingesprungen.

Hat man jedoch einen Kollegen, der den ganzen Tag damit beschäftigt ist, vor der Arbeit wegzulaufen, sich buchstäblich aus dem Staub macht und jede Aufgabe in deine Richtung schiebt, ist dies natürlich das Ende jeder Loyalität deinerseits.

Dem einen stundenlang beim Liebeskummer zuhören, der einem dafür beim Umzug hilft – die einverständliche Loyalität im Alltag.

Gerade im Business ist ein faires Miteinander die vielbeschworene Prämisse, die auch am ehesten auf derselben Ebene klappt. Zwischen Chefetage oder zwischen Abteilungen auf Ebene der Chefetage herrschen oft ganz andere Töne als im Mittelfeld. Je weiter oben, desto geringer der Zusammenhalt, hat man das Gefühl, wenn man in die Organisationen hineinschaut. Geld spielt hier natürlich neben Macht die größte Rolle. Aber ich will mich hier nicht festbeißen – man könnte endlos darüber referieren. Für mich war es ein Beispiel.

Aber kommen wir nun zu der dritten, nicht so fairen Gruppe:

den „Egoisten“

Die nur ihr eigenes Wohl im Auge haben, unterteile ich wiederum in zwei Gruppen. Sie ärgern uns immer wieder mit ihrem unverhohlenen Egoismus: Die Bösewichte, die Ausnutzer, die Lügner, Schwindler und Trickser.

Irgendetwas wollen sie von dir- Geld, Bestätigung, Anerkennung, Sex, Beförderung im Job, was auch immer. Dazu müssen sie an dir vorbei oder wählen dich als Ziel.

Kennen wir, wenn wir ehrlich sind auch ab und zu von uns selbst.

Ist jemand ein schlechter Mensch, wenn er dem Kontrolleur in der Bahn extra freundlich-einnehmend zulächelt, und sich dann betont beiläufig an ihm vorbeidrückt, damit er das abgelaufene Ticket nicht so genau anschaut? Oder sich scheinbar interessiert im Zimmer der Kollegen rumdrückt, weil da eine Schachtel Pralinen steht?

Das Prinzip ist klar: der andere hat etwas, kann etwas oder tut etwas, das uns nützt. Wir tun -fast- alles, um es zu bekommen, weil wir in dem Moment nur an uns selber denken.

Viele von uns geraten hin und wieder in diese unschöne Rolle und meist sind wir nicht stolz darauf, schlafen aber trotzdem gut, wenn wir auch wieder in die Rolle des „Givers“ oder des „Fairen“ rücken.

Die zweite Sorte der „Egoisten“ jedoch ist weitaus schlimmer, sie hat mich zu diesem Artikel überhaupt erst inspiriert: die Energievampire, oder auch:die Spiegelresistenten.

Es sind Räuber, die sich für gute Menschen, auf jeden Fall aber für Opfer halten. Die dich passiv-aggressiv unter Druck setzen, chronisch getrieben von endlosem, vor allem aber grundlosen Selbstmitleid; die alle Viere von sich strecken, und die Welt anklagen, dass ihnen keine gebratenen Tauben in den seufzenden Mund fliegen.

Dies können wahlweise Frauen bzw. Männer sein, von denen sie sich chronisch abgelehnt fühlen oder Jobs, die alle anderen bekommen, nur bei ihnen klingelt niemand an der Tür und bietet den mundgerecht passenden. Oder keiner nimmt sie für voll oder erkennt ihre großartige Intelligenz. Oft ist es auch diffuser; das sind Menschen, die haben sich irgendein Bildnis von dir zurechtgezimmert. Und vor allem: von sich selbst.

Bei Energievampiren ist es wie bei den richtigen: sie sehen sich nicht im Spiegel.

Sie fügen anderen jammernd Schaden zu, indem sie sie belügen, betrügen, ausnehmen und benutzen. Und tun sich dabei von ganzem Herzen leid.

Sie geben zum Schein Aufmerksamkeit oder Gefälligkeiten, erwarten dann aber das zig-fache zurück.

Sie bezeichnen sich als Freunde, sitzen aber als Konsumenten bei dir im Wohnzimmer oder im Chat, lauern auf Informationen, auf Zuwendung, auf Bestätigung, ohne jemals konkret zu werden aus Angst vor einem „nein“, welches das im Grunde brüchige Ego erschüttern würde.

Gerade diese „Benutzer“, die auf emotionaler Ebene schaden, gibt es wie Sand am Meer. Sie sind mir um Welten unangenehmer als die eiskalt grinsenden Schurken; denn diese erkennt man mit etwas Empathie sofort, und sie amüsieren mich zum Teil auch.

Die bringen mich nicht aus der Fassung. Da kann ich dann auch mal zeigen, was ich an Kampfkünsten so drauf habe. Da wird mit scharfen Waffen gekämpft, aber da auf gleicher Augenhöhe, auch mit Respekt.

Jemanden, dem rosa Alpenröslein aus dem Mund wachsen, der dir mit seinen Tiraden und ewigem, stumm-drängendem „Etwas wollen“ aber Wichtiges stiehlt, nämlich Lebensenergie, zu bekämpfen, ist hingegen wie mit dem Buttermesser zähflüssigen Käse schneiden: Es raubt nur Kraft und man kommt nie ans Ziel.

Und genau das wollen Sie: zu deinem Ziel werden. Positiv wie negativ, völlig egal. Und haben sie es geschafft, dass du etwas von ihnen willst, oder etwas bei ihnen bewirken möchtest (Einsicht, Zuwendung, Kommunikation, was auch immer) haben sie ihr Ziel erreicht.

Sie haben nichts zu geben. Die glitzernde Schachtel ist leer. Aber nun willst du etwas  zurück – und damit haben sie gewonnen.

Das war alles, das ist ihr passiv-aggressives Spiel. An dieser Spezies ist nichts zu rütteln oder zu ändern – out of mind und out of sight ist der einzige Weg.

Eine abgeschwächte Form davon erleben wir täglich im Social Web – Leute die erwarten, dass du ihnen deine Tweets und Posts nicht nur erklärst, sondern rechtfertigst, und das stundenlang und dich möglichst intensiv mit ihnen herumzankst. Sie sind zerfressen von Neid, Langeweile, Frust, und du kommst ihnen mit deiner guten Laune, deiner Entschlossenheit und grundlegenden Zufriedenheit ohne es zu wissen, frech in den düsteren Weg gesprungen.

Inwiefern wir alle mal in diese Rolle schlüpfen? Wenn wir über Gott und die Welt jammern, und das auf hohem Niveau, oder jemandem emotional am Hosenbein hängen, weil wir gerade einen schlechten Tag haben und er/sie das wegzaubern soll. Nicht die feine Art.

Auch das passiert uns allen mal.

Wichtig ist hier wie überall der „Switch“ – Menschen, die in einer dieser Rolle festhängen, kosten sich oder andere Kraft. Die „Giver“ können im schlimmsten Falle Opfer der „Energievampire“ werden und in eine Co-Abhängigkeit geraten. Die Egoisten zerstören das seelische Gleichgewicht anderer.

Wenn man den fairen Weg als den Mittelweg betrachtet und alle anderen als Ausrutscher nach oben oder unten, lebt man sicher am gesündesten.

Hier gilt wie bei allem anderen auch: sich seine Verhaltensmuster bewusstmachen, sich und andere privat und im Beruf regelmäßig zu hinterfragen, schützt vor Ärger und Enttäuschung.